So ist aber die Situation. Nachrichtenjournalismus ist ein krasser Job. Ich bin froh, dass ich mich in meinem Job auf ein paar wenige Themen spezialisieren kann und darf.
@fraunora
Freie Journalistin • Podcasterin • Autorin 🎙️ "Seweryna und die unsichtbaren Nazis" (NDR) 🎙️ "Die Anachronistin" 🎙️ "Was denkst du denn?" 🎙️ "Sport inside" (WDR) 🎙️ #zumfeindgemacht https://www.norahespers.de
So ist aber die Situation. Nachrichtenjournalismus ist ein krasser Job. Ich bin froh, dass ich mich in meinem Job auf ein paar wenige Themen spezialisieren kann und darf.
Gleichzeitig müssen aber auch Bedingungen geschaffen werden, die guten Journalismus überhaupt ermöglichen. Diese Bedingungen haben wir seit Jahren nicht mehr. Sie sind im ÖRR - noch und leider nicht in allen Sendern - besser als in der freien Wirtschaft. Aber wirklich gut sind sie nirgends.
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Wie viele Kolleg*innen seit Jahren gegen einen Rückgang an Aufträgen kämpfen? Wie viele Journalist*innen den Job nur Teilzeit machen können, weil er sie einfach nicht ernährt? Ich verstehe den Anspruch an Journalist*innen und halte ihn auch für wichtig.
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Und die Nachrichten dazu gibt es ja auch. Es ist ja nicht so, dass das verschwiegen würde. Aber es geht halt in der Masse unter. Und was die strukturellen Probleme angeht: Hast du mitbekommen, wie viele Journalist*innen allein in den letzten zwei Monaten ihren Job verloren haben?
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Und wir leben gerade in einer Zeit, in der sehr, wirklich sehr viele Krisen gleichzeitig passieren und wir haben hier in Deutschland nicht mal die Hälfte davon auf dem Schirm. Ich sag nur Sudan.
Und es ist ja nicht so, als würde es den Hintergrundjournalismus gar nicht geben. Den gibt es.
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An der Stelle müssen wir aber unterscheiden. Ich gehe bei denen Forderungen mit, aber das ist nicht Aufgabe des Nachrichten-, sondern des Hintergrundjournalismus. Den es übrigens auch auf der Seite der tagesschau gibt. Man muss ihn nur leider zwischen den ganzen Nachrichten suchen.
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Aber es gehört eben auch dazu, in der Breite Themen auf dem Schirm zu haben. Und das ist sehr viel schwieriger als "Ich interessiere mich privat für das Thema und hab mich deshalb da komplett reingenerdet".
Ich mach mal an anderer Stelle mit dem nächsten Argument weiter.
Journalist*innen machen den ganzen Tag nichts anderes als Informationen aufzunehmen, zu bewerten, zu gewichten und verständlich wiederzugeben. Nachrichtenjournalist*innen machen einen krassen Job. Ja, ich würde mir auch wünschen, es gäbe durchweg ein größeres Bewusstsein für vielerlei Themen.
Das "das kann sogar ich in meiner Freizeit"-Argument ist das "den hätte meine Omma reingemacht" des Klimajournalismus. Es unterschätzt einfach, wie viel Zeit und Aufwand es kostet, in einem Thema Expert*in zu werden. Es unterschätzt auch, wie unfassbar hoch der Informationsfluss im Journalismus ist.
zusätzlich zum Nachrichtenjournalismus den Hintergrundjournalismus.
Es ist eine riesige Herausforderung in so vielen Themen zumindest so bewandert zu sein, dass entsprechend schnell gearbeitet werden kann. Wir haben auch im Journalismus leider ein strukturelles Problem.
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Stell dir vor, da sitzt eine Person mit Klimaexpertise, dann eskaliert aber irgendwo auf der Welt ein Konflikt … dann bearbeitet den genau die Person, die halt grade Dienst hat. Klimaexpertise hilft dir da erstmal nicht. Und ja, man kann sich einlesen. Aber halt oberflächlich. Deshalb gibt es ja
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Das ist aber ein Problem des Nachrichtenjournalismus. Es ist ja eben nicht so, dass da dezidierte Fachjournalist*innen an den Themen arbeiten, sondern die Person, die gerade Dienst hat. Und wenn deren Expertise woanders liegt, resultiert das mitunter genau in sowas. Und das ist auch schlecht planbar
Ich empfinde mich grundsätzlich nicht als bequem (und viele andere Menschen würde mich auch als eher unbquem beschreiben 😬). Aber ich bin halt auch nur ein Mensch.
Liebe Gudrun, vielen Dank. Ja, du hast Recht, @teresabuecker.bsky.social und ihre Arbeit gehören unbedingt dazu.
Die durch Einsatz einer ausbeuterischen KI erstellten Bilder ERSETZEN gerade historischen Dokumente in der Öffentlichkeit, denn - Plottwist - auch wenn hier gegenteiliges behauptet wird, es gibt von Amelie Kretzer ein Foto. Nur sieht sie nicht aus, wie ein Tim Burton goes Pretty Little Liar Model!
Geheimdienste sind in der Demokratie ein Fremdkörper. Ihre umfassenden Befugnisse zur verdeckten Überwachung lassen sich überhaupt nur rechtfertigen, wenn sie unabhängig kontrolliert werden. Das ist in Deutschland nicht mehr der Fall. Eine bestürzende Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts:
Ja, aber ich weiß auch nicht, ob das Bequemlichkeit ist. Vielleicht Betriebsblindheit. Mir war das bei den anderen Headlines auch erstmal nicht kritisch aufgefallen. Erst als ich die Guardian-Headline gesehen hab, hab ich gedacht: Stimmt ja!
Die Chemie muss aber auch stimmen, finde ich immer. Eine gute Gesprächsatmosphäre ist einfach wahrnehmbar und auch das genuine Interesse des Gegenübers am Thema. Ergänzt sich richtig toll.
Ich glaube, das hat weniger mit Wollen zu tun als mit Bewusstsein. Klassisches Beispiel (und mein Lieblingsbeispiel aus Gründen): "Dann begann der Zweite Weltkrieg". Soso, der ist also einfach so vom Himmel gefallen. Nein, ist er nicht. Nazi-Deutschland hat den Zweiten Weltkrieg begonnen.
Am 9. März sind alle zum weltweiten #FrauenStreik aufgerufen. Männer sind hier mitgemeint: "Wenn wir etwas zu verlernen haben durch Entsagung, dann ganz sicher die Art von Männlichkeit, die weh tut." Und zwar allen.
www.wasdenkstdudenn.de/2026/03/04/e...
#FeministischerStreik #FlintaStreik
Finde diese Headline des Guardian richtig gut. Hier steht nicht "Die Erde erwärmt sich immer schneller". Hier steht "Menschen heizen den Planeten schneller auf als je zuvor". Das eine klingt neutral, lässt aber Ursache und Wirkung außen vor. Das andere benennt sie. Für alle "Sagen was ist"-Fans.
Buchweizen
Wir haben zwei Parallelwelten. In der einen teilen Fachleute die Einschätzung, dass #Social-Media-Verbote für Jugendschutz ungeeignet sind.
In der anderen glauben Politik und viele Eltern, das sei die Rettung.
Ohne die massiven Nebenwirkungen für Kinder wie Erwachsene zu betrachten.
Was für ein absolut angenehmes und informatives Gespräch zwischen @uedio.bsky.social und @annewill.bsky.social
Finde, man kann richtig gut folgen und versteht auch nochmal eine Mege im aktuellen Kontext. Danke dafür.
@rebekkaendler.bsky.social hat gerade "Das Patriarchat der Dinge" genau an der Stelle auch nochmal überarbeitet: KI als patriarchales Design. Da fällt das auch drunter.
Ich möchte übrigens nochmal dran erinnern, dass die Koalition gerade im Infrastruktur-Zukunftsgesetz Umweltschutz systematisch runterkürzt, ohne das "rettende" Gesetz für Ersatzflächen überhaupt auch nur erdacht zu haben.
Die SPD glaubt aber, die Union werde da bestimmt mitgehen dann im 2. Schritt
Obacht, Berlin, schwarz-rot will die Informationsfreiheit beschneiden. Und zwar im Galopp, drangeklebt an ein anderes Gesetz.
www.rbb24.de/politik/beit...
Durfte diese Woche für ein Medium den Klimatransformationsfond erklären, bei Anne Will das Heizungsgesetz, eine Quelle hat mir vertraut, weshalb ein Scoop möglich war und jungejungejunge, ist das alles ein wahnsinniges Privileg.
Und gleichzeitig denk ich mir immer: Mal gucken wie lange das noch geht
Die Eckpunkte des GMG wurden gemacht ohne z.B. den Klimaminister mit einzubeziehen.
Das läuft ja handwerklich Sahne.
www.spiegel.de/politik/deut...
Das ist ja großartig! Hab mich schon immer gefragt, wann du da mal sitzt. 😃