Ich möchte das fast Kitschcore nennen, auch vor dem angedeutet-überzeichneten Japanbezug.
Ich möchte das fast Kitschcore nennen, auch vor dem angedeutet-überzeichneten Japanbezug.
Was hat dir gefehlt? Ich fand ihn solide. Also kein Totalausfall wie sonst mehrfach. Aber vllt werd ich auch nur altersmilde (oder erwarte von Prosa kaum noch was?) ..
Das Leben und Schreiben in zwei Mödersprachen.
nun mit jüdischen, russisch-deutschsprachigen Dichter:innen macht. Oder Menschen.
Celan kommt herein, weil er wie kein Zweiter die Frage nach der Mördersprache, der Erstsprache als Mördersprache in seinen Texten verhandelt. Und was das insbesondere für jüdische deutschsprachige Dichter:innen bedeutet. Die Jury thematisiert es nicht, aber hier geht es auch darum, was diese Frage
Es ist bemerkenswert, wie in den letzten zwei Jahrzehnten ein generationeller Shift im Umgang mit Mehrsprachigkeit eingetreten ist, in der Politik der sprachlichen Durchdringungscodes. Wie Schleiermacher an Deutungsmacht verliert. Und wie das für das Russische politisch nicht funktioniert. #tddl
Haha, mich macht diese ausgestellte Sanftheit völlig kirre. Und dann auch noch mit überbetontem Reh. Uaah.
Ich schaue schon seit ca. 95 mit kleinen Unterbrechungen und Leute mit einem Blick wie Daniela Strigl, Ilma Rakusa oder Paul Jandl fehlen deutlich. Analytische postdramatische und postmigrantische Kenntnisse fehlen eh auch.
Und die natürlich auch schon jahrzehntelange Traditionen haben. Das Niveau der Jury ist gewollt und leider ein zunehmendes Problem. Zumindest für die, die etwas anderes als populäre Förmchen suchen.
Du sagst es. Die Kriterien, die sie versucht haben, gingen völlig am Text vorbei. Eigentlich unfassbar, wie ignorant gegenüber weiten Bereichen gegenwärtiger Schreibpraxis und "poetologischer" Diskurse, die versuchen, heutige Erfahrungen und mediale Prozesse zu verhandeln, die Jury ist.
Natürlich haben das alle verstanden, es ist doch offensichtlich (Delius hat auch gleich auf Preciado verwiesen). Aber für eine literarische Kritik geht es doch um literarische Kriterien, nicht um Identitätsmarker?
Äh, schrieb ich doch. Bedeutung als Gebrauch. Aus den Philosophischen Untersuchungen.
Der Begriff geht zurück auf Wittgenstein, Bedeutung als Gebrauch. Kann leider das PDF nicht anhängen. Sie nutzt es natürlich diffamierend, was ein völlig oberflächliches Sprachverständnis zeigt. BSW hat zum Glück einige wesentliche Argumente schon gebracht.
Mich hat sehr irritiert, dass das gewollte Unbehagen, dass der Text auslöst, überhaupt nicht als mögliche literarische Stärke diskutiert oder auch nur gesehen wurde, sondern gleich abgelehnt. Leider bezeichnend für die jeweiligen Rezeptions-Wohlfühlkulturen. Was wollen wir denn noch von Literatur.
Trump erlässt Verordnungen, Gesetze zu erlassen hat er kein Recht, nur der Kongress. (Die Lage ist mies genug, aber das ist Fake News.(
Gedichte zu lesen, zu schreiben übt sich und uns darin. Oder um es mit einer Gedichtzeile zu sagen: "Auch dieser Raum entsteht durch Gebrauch."
Exerzitien in Relationismus, so möchte ich die letzten Tage beschreiben. Die Dinge sind nicht mehr dieselben, weil ihre Beziehungen, unsere Beziehungen und Bezugnahmen auf sie, uns, untereinander sie und uns verändert haben. Bedeutungen, Gewichtungen. Dieses zu denken nenne ich Realismus.
Etwas Hintergrund darüber, warum Musks versuchte Übernahme der Zahlungssysteme der US-Regierung so gefährlich ist. Und Weiteres im Kommentar.
prospect.org/economy/2025...
Aber es ist ja eh klar, dass, wenn man sich umfassender umformieren will, man das vor allem auf Substack oder hier tun kann/muss.
Suche nach USA+DEI oder USA+trans, da finden sich etliche Artikel aus den letzten Tagen.
Spiegel online hat einiges dazu