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Thomas Heichele

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📍Allgäu / Augsburg Philosoph an der schönsten Uni der Welt! Schwerpunkte in der Philosophie: Wissenschaftstheorie, Wissenschaftsgeschichte, Technikphilosophie, Anthropologie, Logik ...

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Latest posts by Thomas Heichele @thomasheichele

„Ihre Hunde jagen immer Leute auf Fahrrädern.“
„Das kann nicht sein. Meine Hunde haben gar keine Fahrräder!“

09.03.2026 18:36 👍 7 🔁 1 💬 0 📌 0
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09.03.2026 18:13 👍 1 🔁 0 💬 0 📌 0

„Was machen Sie beruflich?“
„Ich mache Schlüssel nach.“
„Und wie machen Schlüssel?“

09.03.2026 17:29 👍 16 🔁 2 💬 1 📌 1

Siehe auch:

09.03.2026 13:45 👍 6 🔁 0 💬 0 📌 0

„Früher hat die Wissenschaft auch gesagt, dass die Erde eine Scheibe ist.“
„Und wann soll das gewesen sein?“
„🤡🤡🤡“

[NB: Seit der Antike ist in der (Proto-) Wissenschaft die Kugelgestalt be- und anerkannt. Daran rüttelte übrigens auch im Mittelalter die Kirche in keiner Weise.]

09.03.2026 13:44 👍 12 🔁 4 💬 2 📌 0

Der Fachausdruck in der Politologie für dieses Verhalten der CDU lautet übrigens "schäbig".

08.03.2026 16:01 👍 24 🔁 6 💬 1 📌 0

... oder Fußnoten zu Platon.

08.03.2026 15:05 👍 2 🔁 0 💬 0 📌 0

Siehe auch:

08.03.2026 15:05 👍 1 🔁 0 💬 0 📌 0

schlicht „ego sum, ego existo“ – „ich bin, ich existiere“. In einem Brief an MERSENNE verwendet DESCARTES die Redeweise „ego cogito, ergo sum, sive existo“ – „ich denke, also bin ich bzw. existiere ich“.

08.03.2026 14:45 👍 4 🔁 0 💬 0 📌 0

nach DESCARTES’ Tod veröffentlicht wurde, schreibt er: „dubito, ergo sum, vel, quod idem est, cogito, ergo sum“ – „ich zweifle, also bin ich, oder, was dasselbe ist, ich denke, also bin ich“. In den „Meditationen“ findet sich mit unmittelbarem Bezug auf das Denken schlussendlich

08.03.2026 14:45 👍 4 🔁 0 💬 1 📌 0

Formulierung „je pense, donc je suis“ findet sich schon im „Discours“ (1637). In einem unvollendeten (wohl nach den „Meditationen“) auf Französisch geschriebenen Dialog („La recherche de la vérité par la lumière naturelle“), der uns heute nur in lateinischer Übersetzung zugänglich ist und

08.03.2026 14:44 👍 5 🔁 0 💬 1 📌 0

Funfact:

Das berühmt-berüchtigte „cogito, ergo sum“ – „Ich denke, also bin ich – taucht in den berühmten „Meditationen“ (1641) in dieser Form nicht auf. Es ist eine gekürzte Variante von „ego cogito, ergo sum“ aus den „Principia Philosophiae“ (1644) – die entsprechende französische

08.03.2026 14:44 👍 8 🔁 0 💬 1 📌 1

Im Gegensatz zu AUGUSTINUS würde er jedoch nicht bei dieser antiskeptischen Gewissheit der Selbstexistenz stehenbleiben, sondern darauf aufbauend das Ich als immaterielle Substanz herausstellen.

08.03.2026 14:29 👍 3 🔁 0 💬 1 📌 0

DESCARTES war sich dieses – ihm schon zu Lebzeiten mitunter als Plagiat vorgeworfenen – Umstands bewusst, betonte jedoch die Unterschiede zu AUGUSTINUS: Das Cogito-Argument mit dem Ausweis der nicht bezweifelbaren Selbstexistenz an sich sei recht banal und könne von jedermann vorgebracht werden.

08.03.2026 14:29 👍 3 🔁 0 💬 1 📌 0

„Selbst wenn ich mich täusche, bin ich. Denn wer nicht ist, kann sich auch nicht täuschen. Und demnach bin ich, wenn ich mich täusche. Weil ich also bin, wenn ich mich täusche, wie sollte ich mich über mein Sein täuschen, da es doch gewiss ist, dass ich bin, gerade wenn ich mich täusche?“.

08.03.2026 14:28 👍 3 🔁 0 💬 1 📌 0

Das ist der Kern des berühmten „Cogito-Arguments“ von René Descartes (1596-1650): Er ist als Denkender bzw. als denkendes Ding unbezweifelbar.

NB: Ein sehr ähnliches Argument lieferte bereits an verschiedenen Stellen AUGUSTINUS (354-430). So schrieb dieser beispielsweise in „De civitate Dei“:

08.03.2026 14:28 👍 3 🔁 0 💬 2 📌 1
Meme: Spiderman stopping bus 
Ein vollbesetzter Bus rauscht heran (Beschriftung: „Radikaler Zweifel“). Ein Kind überquert die Straße davor (Beschriftung: „Descartes“). Spiderman stoppt kurz vor dem Kind den Bus (Beschriftung: „Cogito, ergo sum“).

Meme: Spiderman stopping bus Ein vollbesetzter Bus rauscht heran (Beschriftung: „Radikaler Zweifel“). Ein Kind überquert die Straße davor (Beschriftung: „Descartes“). Spiderman stoppt kurz vor dem Kind den Bus (Beschriftung: „Cogito, ergo sum“).

Worin auch immer ich mich täusche, wer auch immer mich täuscht, was auch immer eine Illusion ist: Ich weiß mit Gewissheit, dass ich existiere. Ob ich denke, zweifle oder getäuscht werde: Ich existiere! Denn würde ich nicht existieren, könnte ich nicht denken, nicht zweifeln, nicht getäuscht werden.

08.03.2026 14:27 👍 7 🔁 0 💬 1 📌 1
•	Bellone, Enrico: Galileo Galilei. Leben und Werk eines unruhigen Geistes. Spektrum der Wissenschaft, Biografie. Nachdruck 01/02. Heidelberg: Spektrum 2002.
•	Brandmüller, Walter: Galilei und die Kirche oder Das Recht auf Irrtum. Regensburg: Pustet 1982.
•	Bredekamp, Horst: Galileis denkende Hand. Form und Forschung um 1600. Berlin, München, Boston: de Gruyter 2015.
•	Crombie, Alistair C.: Von Augustinus bis Galilei. Die Emanzipation der Naturwissenschaft. 2. unveränderte Auflage. Köln, Berlin: Kiepenheuer & Witsch 1965.
•	Drake, Stillman: Galilei. Aus dem Englischen von Bernardin Schellenberger. Freiburg, Basel, Wien: Herder 2001.
•	Galilei, Galileo: Sidereus Nuncius. In: G. Galilei: Sidereus Nuncius. Nachricht von neuen Sternen. Herausgegeben und eingeleitet von Hans Blumenberg. Frankfurt a.M.: Insel 1965, S. 75-129.
•	Galilei, Galileo: Dialog über die beiden hauptsächlichsten Weltsysteme, das ptolemäische und das kopernikanische. Herausgegeben von Roman Sexl und Karl von Meyenn. Stuttgart: Teubner 1982.
•	Galilei, Galileo: Unterredungen und mathematische Demonstrationen über zwei neue Wissenszweige, die Mechanik und die Fallgesetze betreffend. Erster bis sechster Tag. Frankfurt a.M.: Harri Deutsch 2007.
•	Heichele, Thomas: Die galileische Kosmologie – neuzeitliche Wissenschaft? Wissenschaft zwischen Tradition und Moderne. München: AVM 2008.
•	Heichele, Thomas: Die erkenntnistheoretische Rolle der Technik bei Leonardo da Vinci und Galileo Galilei im ideengeschichtlichen Kontext. Münster: Aschendorff 2016.
•	Koyré, Alexandre: Galilei. Die Anfänge der neuzeitlichen Wissenschaft. Berlin: Wagenbach 1988.
•	Liesenfeld, Cornelia: Die Astronomie Galileis und ihre Aktualität heute und morgen. Münster: LIT 2003.
•	Padova, Thomas de: Das Weltgeheimnis. Kepler, Galilei und die Vermessung des Himmels. München: Piper 2009.
•	Renn, Jürgen: Galileis Revolution und die Transformation des Wissens. In: Galilei und die Anderen. Hintergründe einer Revolution der Astronomie. Sterne u…

• Bellone, Enrico: Galileo Galilei. Leben und Werk eines unruhigen Geistes. Spektrum der Wissenschaft, Biografie. Nachdruck 01/02. Heidelberg: Spektrum 2002. • Brandmüller, Walter: Galilei und die Kirche oder Das Recht auf Irrtum. Regensburg: Pustet 1982. • Bredekamp, Horst: Galileis denkende Hand. Form und Forschung um 1600. Berlin, München, Boston: de Gruyter 2015. • Crombie, Alistair C.: Von Augustinus bis Galilei. Die Emanzipation der Naturwissenschaft. 2. unveränderte Auflage. Köln, Berlin: Kiepenheuer & Witsch 1965. • Drake, Stillman: Galilei. Aus dem Englischen von Bernardin Schellenberger. Freiburg, Basel, Wien: Herder 2001. • Galilei, Galileo: Sidereus Nuncius. In: G. Galilei: Sidereus Nuncius. Nachricht von neuen Sternen. Herausgegeben und eingeleitet von Hans Blumenberg. Frankfurt a.M.: Insel 1965, S. 75-129. • Galilei, Galileo: Dialog über die beiden hauptsächlichsten Weltsysteme, das ptolemäische und das kopernikanische. Herausgegeben von Roman Sexl und Karl von Meyenn. Stuttgart: Teubner 1982. • Galilei, Galileo: Unterredungen und mathematische Demonstrationen über zwei neue Wissenszweige, die Mechanik und die Fallgesetze betreffend. Erster bis sechster Tag. Frankfurt a.M.: Harri Deutsch 2007. • Heichele, Thomas: Die galileische Kosmologie – neuzeitliche Wissenschaft? Wissenschaft zwischen Tradition und Moderne. München: AVM 2008. • Heichele, Thomas: Die erkenntnistheoretische Rolle der Technik bei Leonardo da Vinci und Galileo Galilei im ideengeschichtlichen Kontext. Münster: Aschendorff 2016. • Koyré, Alexandre: Galilei. Die Anfänge der neuzeitlichen Wissenschaft. Berlin: Wagenbach 1988. • Liesenfeld, Cornelia: Die Astronomie Galileis und ihre Aktualität heute und morgen. Münster: LIT 2003. • Padova, Thomas de: Das Weltgeheimnis. Kepler, Galilei und die Vermessung des Himmels. München: Piper 2009. • Renn, Jürgen: Galileis Revolution und die Transformation des Wissens. In: Galilei und die Anderen. Hintergründe einer Revolution der Astronomie. Sterne u…

Verurteilung zu lebenslangem Hausarrest im Inquisitionsprozess war für viele in der Kirche überraschend – drei der zehn relevanten Kardinäle

unterschrieben auch nicht das Urteil, darunter der Neffe des amtierenden Papstes.

Literaturtipps:

07.03.2026 14:18 👍 5 🔁 0 💬 0 📌 0

philosophischen Prämissen ausging. Der Widerstand gegen Galilei war beträchtlich: Wissenschaft und Kirche waren gegen ihn im Aristotelismus vereint, wobei sich gerade Galileis Probleme mit der Kirche erst langsam entwickelten und v.a. von zwischenmenschlichen Querelen getrieben waren.

Galileis

07.03.2026 14:17 👍 6 🔁 0 💬 1 📌 0

die bestehende und weitestgehend erfolgreiche Physik zerstört!

Da die aristotelischen Bewegungsgesetze den Kern der Physik ausmachten, konnte man in der bestehenden Physik nicht einfach die Erde durch die Sonne tauschen: Bis sich Galileis Physik durchsetzte, dauerte es, da sie von völlig anderen

07.03.2026 14:17 👍 4 🔁 0 💬 1 📌 0

instrumentalistisch (nur als „Rechenhilfe“) oder realistisch?

Damit, dass man auch andere Modelle als den Geozentrismus behandelt und mit ihnen rechnet, hatte weder die Wissenschaft noch die Kirche ein Problem: Sie wollten aber nur den Geozentrismus realistisch verstanden wissen. Alles andere hätte

07.03.2026 14:16 👍 4 🔁 0 💬 1 📌 0

Nachweis der Venusphasen, die es im Geozentrismus nicht geben kann.

Eine Entscheidung zwischen dem Heliozentrismus und Brahes Kompromissmodell kann er allerdings nicht herbeiführen. Im Hintergrund schwelte als zentraler Streit die Frage, wie man die ganzen Modelle interpretiert:

07.03.2026 14:16 👍 5 🔁 0 💬 1 📌 0

Physik, sondern Mathematik) zusammengesetzte Bewegungen kennt – und ein Trägheitsprinzip!

Das Problem der fehlenden Fixsternparallaxe bei einer sich bewegenden Erde löst Galilei nicht wirklich (das schafft erst Bessel 1838), aber Galilei zeigt die Fehlerhaftigkeit des Geozentrismus u.a. durch den

07.03.2026 14:16 👍 4 🔁 0 💬 1 📌 0

U.a. gab es keine Erklärung, warum bei einer sich bewegenden Erde keine starken Winde feststellbar sind und ein fallengelassener Stein lotrecht zu Boden fällt. Diese Probleme löst Galilei mit seiner neuen Physik, die u.a. (wie vormals nur in der Astronomie – diese zählte damals aber nicht zur

07.03.2026 14:15 👍 3 🔁 0 💬 1 📌 0

aristotelische Physik und das ptolemaiische Modell. Beide waren nicht komplett verträglich (für die Deferenten, Epizykeln etc. gab es keine physikalische Erklärung), aber sie deuteten in eine Richtung.

Heliozentrische Modelle gab es zwar auch schon seit der Antike, aber sie waren unplausibel:

07.03.2026 14:14 👍 4 🔁 0 💬 1 📌 0

„Fall Galilei“ ging es nicht um die Gestalt der Erde, sondern die Frage: Dreht sich die Sonne um die Erde oder die Erde um die Sonne – Geozentrismus oder Heliozentrismus? Es war ein Streit Galilei vs. Kirche/Wissenschaft.

Der Geozentrismus hatte seit der Antike zwei tragende Säulen: Die

07.03.2026 14:14 👍 5 🔁 0 💬 1 📌 0

Weltmittelpunkt“. Eine kugelförmige (!) Erde im Mittelpunkt (!) des Universums war also Konsequenz der Physik, und nicht etwa eine Prämisse.

Vorbemerkung in Richtung „Fall Galilei“: Durch die gemeinsame Bezugnahme auf Aristoteles gab es eine enge Verbindung zwischen Kirche und Wissenschaft.

Im

07.03.2026 14:13 👍 4 🔁 0 💬 1 📌 0

Wissenschaft noch Kirche rüttelten im Mittelalter daran. Neben empirischen Belegen war es insbesondere die aristotelische Physik, die die Annahme der Kugelgestalt der Erde zementierte: Diese war Grundlage der Wissenschaft bis Galilei.

Zentral: „Alle schweren Körper bewegen sich geradlinig zum

07.03.2026 14:13 👍 7 🔁 0 💬 1 📌 0

Galilei, die Kugelgestalt der Erde, die Stellung der Erde im Universum, das Mittelalter & die Kirche: eine Aufklärung einiger populärer Irrtümer

Bei Galilei ging es nie darum, ob die Erde eine Scheibe oder eine Kugel ist. Die Kugelgestalt der Erde war seit der Antike be- und anerkannt und weder

07.03.2026 14:12 👍 14 🔁 3 💬 1 📌 0

Als Professor, der sich immer noch von seinem Burnout vor zwei Jahren erholt:

Bitte lest diesen Artikel.

Wir müssen mentale Gesundheit in der Wissenschaft ernst nehmen. Bei uns und bei unseren Mitarbeiter*innen und Studierenden.

#MentalHealthInAcademia

06.03.2026 18:08 👍 6 🔁 3 💬 0 📌 0