Produktive Nachtschicht mit #Henze.
Produktive Nachtschicht mit #Henze.
Vielleicht halten die Kinder ja zusammen, sie haben noch Sinn für Solidarität und Gerechtigkeit.
Euch eine schöne Geburtstagsparty! 🎂
Mittwoch, den 15. April 2026, um 19 Uhr Freie Akademie der Künste in Hamburg IM FOKUS DES WIDERSTÄNDIGEN HENZE 100 / MÜLLER-WIELAND 60 Hans Werner Henze (1926–2012): Sonata per pianoforte (1959) I. Molto movimentato II. Cantabile, con tenerezza III. Vivace Vortrag von Jan Müller-Wieland: Henzes „Enkel“ – im Fokus des Widerständigen Ansichten zu Henzes 9. Sinfonie nach dem Roman „Das siebte Kreuz“ von Anna Seghers (1900–1983) Jan Müller-Wieland (geb. 1966): Capriccetti, 2. Zyklus (2014–2017) I. verträumt II. molto sotto voce, doch voran! III. – IV. sempre a tempo, molto preciso V. innig VI. diskret, doch auspielend, aber nicht zu schnell Shoko Kuroe, Klavier
Hans Werner Henze und Jan Müller-Wieland, beide Mitglieder der Freien Akademie der Künste, zeichnen sich durch einen scharfen und zugleich menschenfreundlichen Blick auf gesellschaftliche Themen aus. Vor dreißig Jahren vertonte Hans Werner Henze als „Neunte Sinfonie“ sieben Fluchtversuche aus dem NS-Konzentrationslager Osthofen bei Worms. Die Vorlage für das große Werk für gemischten Chor und Orchester bildete Anna Seghers Roman „Das siebte Kreuz“. Anlässlich von Henzes 75. Geburtstag hielt Jan Müller-Wieland im September 2001 – wenige Tage vor den Anschlägen auf das World Trade Center – einen Vortrag über diese Sinfonie in der Alten Oper in Frankfurt. 25 Jahre später werden die damaligen Überlegungen, die heute aktueller denn je erscheinen, zu Ehren des 100. Geburtstags von Hans Werner Henze erneut aufgegriffen. Anlässlich des 60. Geburtstags des in Hamburg geborenen und bei Henze ausgebildeten Jan Müller-Wieland umrahmen traumwandlerische Klavierwerke beider Komponisten den Abend.
Der junge Henze schrieb 1959 seine einzige Klaviersonate, kurz nach seinem ersten Auftragswerk der Hamburgischen Staatsoper, „Der Prinz von Homburg“ nach Heinrich von Kleist (Libretto Ingeborg Bachmann), angeregt durch die legendäre Intendanz (1958–1974) von Rolf Liebermann. Die Konflikte dieser „Preußen-Oper“ (Traum-Wirklichkeit, Freiheit-Zwang und Serialismus-freie Tonalität) werden in der Klaviersonate – kurz vor einem Umzug von Neapel nach Rom – in Berufung auf alte Formen wie die Liedform (2. Satz) oder die bachschen Fuge (3. Satz) als inniger Echoraum verarbeitet. Hingegen eröffnet Jan Müller-Wieland seinen zweiten „Launen“-Zyklus, die Capriccetti, mit einem strahlenden d und einem Arpeggio – wie im Barock. „Verträumt“ schwankt zwischen Ausbrüchen, Rückzügen und perlenden Tänzen. „Molto sotto voce, doch voran!“ verschraubt ein Kriegslied für die Rheinarmee – die Marseillaise – in andere harmonische Felder. Das dritte Stück beschränkt sich auf nur vier Takte. „Sempre a tempo, molto preciso“ kann als eine Art Fantasiemaschine bezeichnet werden. „Innig“ beginnt mit einer imaginären Volksweise. Ein bukolisches Rondo schließt sich an, mit zwei Saltarello-Passagen. Abschließend gleicht das letzte Stück einer Liebeserklärung.
Die Ankündigung auf der Veranstalterwebsite fehlt noch, deshalb hier schon mal eine herzliche Einladung meinerseits!
Mi. 15. April 2026 um 19 Uhr
in der Freien Akademie der Künste Hamburg
IM FOKUS DES WIDERSTÄNDIGEN
HENZE 100 / MÜLLER-WIELAND 60
- Vortrag über die 9. Symphonie
- Klavierwerke
Dabei ist die Aussage im Kontext auch gar nicht so polemisch (Min. 48-51). Die beiden reden über den Sinn von Kinofilmen in Zeiten von Netflix, über die Aufmerksamkeitsspanne des Publikums, und er sagt, dass er nicht so ein Fan von "das Genre XY muss gerettet werden" ist.
youtu.be/424w9fJRgYk?...
🩷
Wald. Krokusse im Vordergrund zwischen alten Blättern. Im Hintergrund Bäume, noch ohne Grün.
Umwege nehmen zwischen Schülern.
#Frühling
Ja! 🤩
Wie sagte Pelicot nochmal? Die Scham muss die Seite wechseln.
Liebe Hamburger Musikhochschule, und vor allem die Leitung: Schämt Ihr Euch nicht für so ein Kommentar?
Damit wiederholt die Hochschule den gleichen Fehler wie in 2019 (nach dem SPIEGEL-Artikel) und 2024 (Anfrage DLF).
Versteht die Hochschule nicht, dass der Insta-Slider genau diese institutionelle Abwehrhaltung und Schönreden kritisiert, weil sie den Opfern das Leben nach der Tat schwer machen?
Wir teilen diesen wichtigen Beitrag von @ndrkultur, der zeigt, wie stark das Machtgefälle im künstlerischen Einzelunterricht wirken kann – und warum Aufklärung, Prävention und verlässliche Strukturen so entscheidend sind. Auch wir an der HfMT Hamburg arbeiten konsequent an einem Kulturwandel: hfmt_hamburg ➡️ Oktober 2024 haben Präsidium und Hochschulsenat eine Selbstverpflichtung zur Prävention von Machtmissbrauch im Unterricht beschlossen – als klare Haltung und schriftliche Grundlage für alle Hochschulmitglieder.
➡️ Am 27. November 2025 haben wir den bundesweiten Aktionstag als Dies Academicus umgesetzt: ein hochschulweit getragenes Programm mit Workshops, Vorträgen, Diskussionen und künstlerischen Beiträgen – mit Raum für Austausch, machtkritische Perspektiven und konkrete Veränderungsansätze.
➡️ Und: Von 04.–31. Mai 2026 startet eine hochschulübergreifende, anonyme Online-Studie der Rektorenkonferenz der deutschen Musikhochschulen (RKM), durchgeführt vom IPP München. Sie soll wissenschaftlich erfassen, wie Machtmissbrauch, Diskriminierung und sexualisierte Gewalt an Musikhochschulen auftreten – und welche Prävention wirksam ist. Wir halten Euch hierüber informiert und schicken Euch den Link zur Teilnahme sobald die Umfrage online ist. Danke an alle, die hinschauen, zuhören und Strukturen mit verändern.
Ohne Worte. Die Hamburger Musikhochschule hat jetzt den Nerv, den Instagram Slider zu kommentieren - ohne zu erwähnen, dass die Tat an der Hochschule passierte, und ohne die ganzen bisherigen Vertuschungs-, Einschüchterungs-, und Mundtotmach-versuche zu thematisieren.
Schmidts Tivoli, Hamburg. Schlussapplaus Peter und der Wolf von St. Pauli. Mit Musikerinnen und Musiker des Philharmonischen Staatsorchesters (in Jeans), Axel Brüggemann (in 80er Polizeiuniform), Carolin Spieß (als Jutta, mit weißer Bluse mit Punkten und Jeans) und Omer Meir Wellber). Kulisse der Heißen Ecke.
Muss sagen: Das Theater ist sympathisch.
Vielleicht ist Peter und der Wolf von St. Pauli ja ein Versuch, das Opernpublikum nach Reeperbahn zu locken. 🤫
4-stimmige Fuge.
Mittlerweile geht es sogar in Richtung Machtmissbrauch, weil im Namen der Nachwuchsförderung der Markt für fertig ausgebildete Musiker kaputt gemacht wird.
Für die Hochschulkarriere ist es natürlich gut - mehr Macht bei Wenigen. Denken Sie aber auch mal an die Existenzen der Opfer.
Ich gehöre nicht dazu - dafür hat der Täter und die Hochschule damals gesorgt.
Meine Welt ist die freie Welt draußen.
Und ja, die Hochschule will seine Machtstellung auch in den Bereich ausdehnen. Das ist ein Problem - auch ohne MeToo-Thema, für Alumni und freie Musiker.
Und ich bin nicht dazu da, als Whitewashing-Objekt für Sie und die Hochschule benutzt und dann vergrämt zu werden, damit Sie sich der Vergangenheit nicht stellen müssen.
Haben Sie die Folien 7 und 8 gelesen?
Ihre Welt ist die Hochschule, sie ist ein in sich geschlossener Kosmos.
der Hochschule, stattdessen das Foto der Hochschule in Zusammenhang mit der Erwähnung von Fortschritten.)
Dass der Slider konstruktiv bleibt und auf Skandalisierung und Polemik verzichtet, hat gute Gründe.
Das ist aber nicht so gemeint, dass Sie sich toll und mächtig fühlen sollen.
Lieber Präsident der Hamburger Musikhochschule,
Ich bin enttäuscht von Ihnen, Sie haben nichts kapiert.
Sie finden den Slider gut - denn die Hochschule kommt darin gut weg (keine namentlich Erwähnung als "Tatort", keine Erwähnung von Einschüchterung, Ausgrenzung, Schönreden, Vertuschen seitens
Liebe inzwischen woke Mitläufer,
Es ist ja schön, dass ihr erleuchtet worden seid. Ihr erwartet dafür Applaus und Karriereschub. Schon wieder auf Kosten der Opfer, auf die ihr früher eingedroschen habt, weil es für eure Karriere so besser war.
Wo ist der Anstand?
(Aufarbeiten ist nix.)
So eine Produktion funktioniert tatsächlich besser auf der Reeperbahn. Mit den Mitteln der Staatsoper bekommt sie aber "Flügel", ohne dass die Sache in Kitsch abdriftet. Man merkt auch, dass auch hinter der Bühne E und U Welten aufeinander trafen. Das ist gerade in Hamburg nicht schlecht. 👍👏🤩
Jedenfalls ein sehr vergnüglicher Abend. Ich bin vor allem von den kreativen Kräften hinter der Produktion und auf der Bühne beeindruckt. Wieviel Prozent des Premierenpublikums aus der Staatsoper-Seite und wieviel aus der Tivoli-Seite wohl kamen? Ich war zum ersten Mal in Schmidts Tivoli...
Sehr gut auch, dass die Geschichte den Killer nicht zum Helden macht. Der Polizist-Erzähler liest aus der Akte, die eigentliche Protagonistin ist Jutta - die zu ihrem Mörder (und Mann) voller Liebe spricht (teils zart, teils auf Kiez-Manier), aber fragt, warum er auch sie erschossen hat.
Interessanterweise spürt man dadurch die Stärke der Prokofjews Musik neu, weil sie hier nicht als musikalische Beschreibung der Handlung wahrgenommen, sondern unmittelbar emotionell erlebt wird.
Weitere Musik (Tod und das Mädchen, Händel Ombra, Imperial March, usw.) ergänzt die Seelenzustände.
Monday is Newsletterday. And here it comes… backstageclassical.com/das-ende-der...
Martin Lingnau (künstlerischer Leiter Schmidts Tivoli) sagt, das wäre Ü-Musik. Prokofjew kommt aber vollständig vor.
Die Geschichte (Axel Brüggemann) funktioniert auch deshalb so gut, weil sie sich von der Vorlage ganz frei macht. Die Musik dient der Atmosphäre und der Emotion.
Schlussapplaus in Schmidts Tivoli. Die Musiker und Musikerinnen des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg unter der Leitung von Omer Meir Wellber, Axel Brüggemann (Autor und Rezitation) in Polizeiuniform, Carolin Spieß als Jutta. Die Bühne ist wie das Straßenbild von Reeperbahn aufgebaut.
Tolles Erlebnis! Schmidts Tivoli und die Hamburgische Staatsoper bringen "Peter und der Wolf in St Pauli". Die Geschichte um den Kriminalfall Mucki Pinzner (aus der Sicht seiner getöteten Frau Jutta) passt erstaunlich gut zur Musik von Prokofjew (plus etwas Schubert, Bach und U-Musik aus dem Kiez).
Soll das nicht eher eine Erlösung sein?
Oder: "bring the house down".
Max Reger: Introduktion, Passacaglia und Fuge für zwei Klaviere h-Moll op 96 😀
🙏
Ich bin kein Fan von verkürzten und polemischen Darstellungen auf Social Media, gerade bei dem Thema.
NDR Kultur hat sich hier viel Mühe gegeben (und hat vermutlich dafür Reichweite geopfert).
Den Slider kann man auch ohne Insta-Account ansehen.
www.instagram.com/p/DVN_xK5jRV...