Südpolschwere, manche Stunde. Schauerliche Eisbergweiten. Jeder Schritt führt nordwärts aber. Immer nordwärts jedes Schreiten. Kompassherz sucht deine Nähe. Seelensich're Ewigkeiten. Du bist sonnenleichte Tage. Du bist Glück in kalten Zeiten.
Südpolschwere, manche Stunde. Schauerliche Eisbergweiten. Jeder Schritt führt nordwärts aber. Immer nordwärts jedes Schreiten. Kompassherz sucht deine Nähe. Seelensich're Ewigkeiten. Du bist sonnenleichte Tage. Du bist Glück in kalten Zeiten.
Legten auch Kälte und Schnee und Frost die gesamte Welt in klirrende Eisesketten, wär's mir nicht bang, fänd' ich doch Wärme in deinen Blicken, deinem Kuss, deinem Herzen, deinem Schoß.
Ich möchte so gern mit dir reden, weiß aber gar nicht über was. Vermutlich möchte ich nur deine Stimme hören. Reicht das als Begründung um anzurufen? Darf man das sagen?
“Der Grund meines Anrufes? Du."
Es gibt Tage
an denen ist
selbst das Licht
zu schwer.
Es gibt Nächte
in denen ist
Dunkelheit
Leichtigkeit.
Wisse einzig
beides wird
endlich sein
und Seelen
streben immer
gen Hoffnung.
So mancher Tag ist bereits als erfolgreich zu betrachten, wenn man es geschafft hat sich eine Hose anzuziehen.
😊
Manche Menschen sind wie sanfte Lichter, seidene Photonen, die dich mit warmer Zufriedenheit bedecken. Erhellen, ohne zu blenden. Sie nehmen den Schatten die scharfen Kanten, weisen Wege. Sie sind selten und leise. Sie sind wichtig und kraftvoll. Manche Menschen sind unbezahlbar.
Im Kinderaugenwiderschein,
kehrt just der eig'ne Märze heim,
der freie Sinn für Glück und Welt,
der jede Hoffnung noch enthält.
So bricht sich alter Frühling Bahn,
Im Kinderherzentdeckerdrang,
voll Fragelust und Wißbegier,
und lebens'jahend Grund dafür.
Sorglos sanfte Melodien,
wabern wärmend in der Küche,
morgenrot die Wolken zieh’n,
Kaffeeduft und Wohlgerüche,
ziehen derweil durch die Zimmer,
machen die Momente weich,
ach, wär‘ dieser Morgen immer,
ach, was wär‘ das Leben reich.
Immer emsig dröhnt des Herzens
Werkstatt pochend fleißig hin,
kunstvoll Atem labt die Glieder,
glühend Blut nährt jeden Sinn.
Dürstend Lippen träum‘n von Küssen,
heiß im Aug‘ die Sehnsuchtsglut,
jeder Schmerz stirbt in Genüssen,
jeder Blick ist Himmelsflut.
😊
Du stickst mir
deine Tränen schwer,
im Dunkel halber Tage,
mit Herzblutfäden ans Revers,
so daß ich sie dann trage,
als Sehnsuchtskuss,
als traumvoll' Blick,
im Dunkel mancher Klage,
und immer find'
den Weg zurück,
zu dir,
zu uns,
ohn' Frage.
Im Inneren, ganz tief, ja beinahe absurd weit innen, hinter den Lianen aus Zweifeln und den ungekämmten Büschen aus Furcht, sogar noch hinter den Alpträumen und dem Wankelmut, scharf links hinter der Depression, dort lebt sie. Die unsterbliche Hoffnung. Und ist immer für dich da.
Manchmal muß man einen Schritt zurücktreten, um zu sehen, wo man steht.
Wenn du zugegen bist, müssen meine Gedanken ihre Bäuche nicht einziehen. Sie sind barfuß, tragen Jogginghosen. Wenn du zugegen bist, brauchen sie keine Masken und verstellten Stimmen. Sie können einfach sein.
Und deshalb werde ich niemals etwas dagegen haben, daß du zugegen bist.
Dein Blick, so voller Seelenpein,
du trägst den Abgrund in der Brust,
ein Schmerz klingt dir durch Mark & Bein,
und peinigt quälend unbewusst.
Ja selbst im Lachen, lange Schatten,
kann ich doch so deutlich spür'n,
droht der Kampf dich zu ermatten,
lass mein Herz das deine führ'n.
Was mehr haben wir als das Jetzt? Winken doch Gestern und Morgen gar verführerisch dem Bewusstsein. Verheißen Nostalgie und Illusion. Doch wir sind einzig hier. Im Jetzt. Jeder Atemzug ein Wunder. Jeder Herzschlag ein kleines Glück. Jeder Augenblick ein wunderschönes Jetzt.
"Grüßen Sie die Gevatterin Mutter!", schelme ich ausgangs der fernmündlichen Konversation ins Sprechrohr und grinse, angesichts dieses vortrefflichen Ulkes, übers ganze Angesicht.
"Auch dies wird vorübergehen", sagt die innere Stimme mit so überzeugter Gelassenheit, daß man ihr einfach glauben muß und Hoffnung atmet.
Joah 😁 Danke!
Das Suchtpotenzial von Glück ist nicht zu unterschätzen.
"Danke...", flüsterte er der Kaffeemaschine zu.
Geisterstädte dehnen sich in deinen Augen aus. Kraftlose, verwitterte Ruinenblicke, die mir das Herz brechen. Sollen in deinen Adern doch Blut und Honig lustvoll zirkulieren. Glücksmomente deine Sekunden einkleiden. Doch ich bin hier. Mit Lachen im Gepäck. Und bringe neues Leben.
Ich spüre die Sekunden,
die sich zwischen unseren
Seelen sammeln.
Ich spüre die Momente,
die das Licht brechen
und reflektieren.
Unscharf blicken
unsere Augen auf
die Augenblicke.
Wir sind fern
und dunkel.
Dennoch
auch ohne Licht
spüre ich dich.
Immer.
Wir flüstern mit Blicken. Wir schmunzeln mit Lidschlägen. Wir tanzen und knutschen und lieben uns mit den Augen. Selbst wenn rundherum alles in Dunkelheit versinkt.
Der Morgen, so grübelte er schlaftrunken, ist das Scharnier zwischen Nacht und Tag. Ein Mischwesen, welches Eigenschaften von beiden vereint und sie ineinander überfließen lässt.
Der Tag verebbt zu wildem Wind. Rauscht wie Meer in den Birken. Die Nacht erklingt in Wellen.
Rostbunt glühen die Blattgewänder. Schwankende Glut im emsigen Herbstwind. Ein farbenfrohes Auflodern im Scheiden. Ein koloriertes Adieu, ein bittersüßer Wimpernschlag. Rotbunt und halbgrün und tausendgelb verebbt das Jahr in warmem Glanz.
Was wäre wenn
du der Sommer
meines Lebens
warst und nun
nur noch Herbst
und Wintertod
warten?
Was weiß ich
denn schon über
die Zeit und ihre
vermaledeiten
Machenschaften?
Die Kunst so
scheint mir wohl
ist weitermachen.
Immer weitermachen.
Weitermachen.
Bis die Zeit
ausgeht.
Das Schlafgewand noch nächtewarm,
ein Nebelkrähen spitz im Ohr,
so steh' ich hinterm Fensterglas,
und mein Gemüte schwebt davor.
Es taucht durch Tau im Taganbruch,
zieht Pirouetten durch das Grau,
ja jauchzt und tändelt ungeniert,
wie ich nur selten mir's getrau.