Über die irre Sprache von Pete Hegseth und faschistische Zerstörungslust haben für uns @camlinger.bsky.social und @onachtwey.bsky.social geschrieben:
www.zeit.de/feuilleton/2...
@joausdo
Redakteur im Politischen Feuilleton der ZEIT, Bommi von Bommi & Brummi, Schnellschreiber und Langsamredigierer Ich will doch nur unkuratiert mit anderen Medienleuten abhängen wie früher. https://www.zeit.de/autoren/S/Johannes_Schneider
Über die irre Sprache von Pete Hegseth und faschistische Zerstörungslust haben für uns @camlinger.bsky.social und @onachtwey.bsky.social geschrieben:
www.zeit.de/feuilleton/2...
Manchmal entdecke ich auf Social Media ein Video von Hatteras Island. An einem Holzhaus auf Stelzen rüttelt das Wasser. Eine Welle rauscht heran, noch eine. Die Konstruktion wankt, sie zittert, zerbricht. Dann fällt das Haus. Es ist ausgerechnet meine Lieblingsinsel:
www.zeit.de/2026/11/oute...
Wir haben ja alle unsere Momente, wo sich die Angst verdichtet, auf KI-Hoaxes reinzufallen, gerade weil die Töne, Gesten und Interieurs so gut getroffen sind, und bei mir hat das gerade viel mit Manuel Hagel zu tun.
Wenn man den ganzen Tag zu gute Laune hatte, um zu checken, wie viele Leute einem doof kommen, und abends aber nicht mehr.
Womöglich fällt es Merz und Reiche ja auf, wenn sie nun die Kriegsnachrichten vom Golf lesen, wie oft darin das Wortpaar "Öl und Gas" auftaucht. Huch, genau das Zeug, das sie die Deutschen noch viel länger verheizen lassen wollen! … – Mein Kommentar für @zeit.de
www.zeit.de/wissen/2026-...
Eventuell hätte das Heizungsgesetz auch nach Dubai auswandern sollen.
Es werden übrigens gerade Umweltschutzstandards bei Bauprojekten gesenkt und Klagerechte für Umweltverbände, während die Wirtschaftsministerin offensiv für die Gasförderung in Deutschland wirbt & Gasheizungenseinbau in Deutschland manifestiert
Nur damit niemand behauptet, es hätte ja niemand gewarnt
Ich werde Bobo jederzeit verteidigen.
Leo Lausemaus: schwarze Pädagogik, zynisch, unangenehm
Conni: weltfremd, normativ, doof
Bobo: lieb, lustig, langweilig.
Finde Letzteres ziemlich super. Und nichts sagt, dass man so leben muss.
„Papa, ich finde Bobo fragwürdig. Die sitzen in ihrem Riesenhaus und bekommen nur Leute zu Besuch, die genau so sind wie sie selbst.“
„Die Serie ist nicht direkt progressiv und inklusiv, ja, aber sanft und menschenfreundlich.“
„Papa, es sind Siebenschläfer.“
Matt in 2 Zügen, ich war beeindruckt. 😳
"In Deutschland hingegen meint diese prekäre Regierung der Mitte, den Klimaschutz zwischen AfD (viel zu wenig) und Grünen (viel zu viel, zumindest angesichts der AfD-Erfolge) rein parteiarithmetisch hindurchnavigieren zu müssen. Das ist Klimapolitik ohne Rücksicht aufs Klima."
@joausdo.bsky.social
Ja.
„Trotz aller Streitereien gilt für CDU, CSU und SPD eine Regel: Sie können sich fast immer einigen, wenn es gegen den Klimaschutz geht.“
Ich habe in den letzten Wochen gerne nix vom Kulturstaatsminister gehört.
Nun könnte man fragen: Wie sollte es auch anders gehen, wenn die Menschen doch lautstark erwarten, eine heile Welt erzählt zu bekommen, während sie im Februar bei herrlichstem T-Shirt-Wetter und auf dem Rollsplitt der tief verschneiten Vorwoche durchs Freilichtmuseum Deutschland stiefeln? Die Antwort wäre: Mag sein, aber deshalb vertrauen sie noch lange keinen Politikern, die sich dümmer stellen, als sie sind. Dafür haben sie ein feines Gespür. Sie wissen doch, dass der Klimawandel nicht davon weggeht, dass nun auch die Regierenden wegsehen. Deshalb ist der Kurs, den die Bundesregierung diese Woche eingeschlagen hat, letzthin sogar demokratiegefährdend, als ultimativer Treiber für Vertrauensverlust und ein Gefühl der Machtlosigkeit. Auch deshalb möchte man der kahlen Realität nach dieser Phase musealer Politik wirklich nicht ausgesetzt werden.
Und nicht nur beim Klima. (Wobei das ein gefährliches „Nur“ ist.)
In gewisser Weise ist das auch kritischer als das, was derzeit in den USA passiert: Der Moment, in dem eine wahnhaft anmutende Regierung den Klimawandel breitbeinig und lustvoll für beendet erklärt, kann immerhin wiederum von ihren Gegenkräften beendet werden. Gerade weil Klimapolitik die Gemüter erhitzt, ist sie noch lebendig. Im besten und nicht unwahrscheinlichen Fall gehört der Klimaschutz dann auch zum Wesenskern einer oppositionellen Selbst-und Zukunftserzählung. In Deutschland hingegen meint diese prekäre Regierung der Mitte, den Klimaschutz zwischen AfD (viel zu wenig) und Grünen (viel zu viel, zumindest angesichts der AfD-Erfolge) rein parteiarithmetisch hindurchnavigieren zu müssen. Das ist Klimapolitik ohne Rücksicht aufs Klima.
Also: gar nicht.
"Als ob"-Politik Klimapolitik wird in diesem Sinne nicht strategisch dethematisiert, sie ist einfach wirklich kein Thema mehr - oder nur noch dem Schein nach: Indem die Bundesregierung vorgeblich an den Klimazielen festhält, sie durch ihre tatsächliche Politik aber verwirft, ist Klimapolitik zur "Als ob"-Politik verkommen. Dann helfen gegen derartige Vorhaben wirklich nur noch die Verbandsklagen der Umweltverbände. Und auch gegen dieses Klagerecht gab es zwischenzeitlich (mal wieder) Vorstöße, auch aus der Union.
Ich find‘s halt echt nicht gut.
Update: Versprochen ist versprochen und wird nicht gebrochen. #geschenklink
Es ist so eine Konstellation, wo ich sagen würde: Mach für den Brückentroll doch nochmal einen eigenen Text!
Ich habe ja 2019 ordentlich und mit vollem Recht einen drangekriegt wegen der (dummen und unterirdischen!) Überschrift "Die SPD muss sterben, damit wir leben können". An das, was ich eigentlich sagen wollte, erinnere ich aber beizeiten gern. 😬
Ersma schreiben.
Ich werde später (so denn das Redigat ein wenig *hüstel* Spaß versteht) in einem Text den Begriff "Grüngaslighting" verwenden und melde ihn hier schonmal an.
Als Geschenklink: Mein Text über Holger Friedrichs OAZ und den ostdeutschen Anglerhut.
www.zeit.de/politik/deut...
Grundsätzlich ist es etwas bedrückend, dass wir Leitmedienleute in sozialen Medien nicht mehr als Scherzkekse gefragt sind, sondern als Angeklagte. (Außer Lars.)
(Aber auch irgendwas zwischen kränkend und alarmierend, dass Leute glauben, man(n) könnte das ohne zweite Ebene für eine gute Idee halten, also: unironisch.)
In der Rezeption muss ich feststellen, dass die „Ein Mann wie Steffi Graf“-Anspielung nicht (als absichtsvoll) erkannt wurde. 😔
Eingriff in die Pressefreheit Bei dem Fotojournalisten Leon Enrique Mon- tero, der für die taz zu diesem Text fotogra- fiert hat, hat die Polizei Hannover in der vor- vergangenen Woche eine Hausdurchsuchung durchgeführt. Dabei wurden Speichermedien, Telefone und Computer beschlagnahmt und Montero selbst erkennungdienstlich behan- delt. Nach Angaben der Polizei steht die Maß- nahme im Zusammenhang mit einer Auseinan- dersetzung zwischen linken Demonstrant:in- nen und Personen aus dem rechten Spektrum am Rande der Demonstration „Gerechtigkeit für Lorenz" am 8. November. „Wir verlangen, dass unser freier Fotograf sein Arbeitsmateri- al sofort zurückbekommt", sagt taz-Chefre- dakteurin Ulrike Winkelmann. „Es kann nicht sein, dass die Polizei ihn an seiner Berufsaus- übung hindert. Aus unserer Sicht ist das ein erheblicher Eingriff in die Pressefreiheit" (taz)
Die Polizei hat bei dem Fotografen Leon Enrique Montero eine Hausdurchsuchung durchgeführt. Er hatte für @taz.de eine Reportage zu Lorenz A. fotografiert, der in Oldenburg von der Polizei erschossen worden war.
Das ist ein Eingriff in die Pressefreiheit. Wir stehen an der Seite unseres Kollegen.
Ein liebevoll gepflegter, gut sortierter, toller öffentlicher Bücherschrank wurde leider letztes Jahr abgebrannt. Jetzt wird er wieder aufgebaut! Hier könnt ihr beim Wiederaufbau helfen 🙂
www.goodcrowd.org/buechernest-...
Das ist aber eher Hadern am Selection Bias hier und Trauer darüber, dass Social Media nicht mehr funktioniert (weil man über Wertungen zwar, über Wahrnehmungen aber halt nicht streiten kann, das alte Problem). Selbstimmunisierung findet, wenn, anderswo und anderswann statt, würde ich leider sagen.
(Läuft hier dann natürlich unter „Blattlinie“, logo.)
Ich nutze Bluesky eigentlich nur noch, um zu gucken, ob irgendein:e Kolleg:in was falsch gemacht hat.