Seit ich politisch denken kann, schaue ich der FDP bei ihrem Untergang und der Wiederaufstehung zu. Immer wieder. Ad infinitum. Es ist ermüdend. Es macht keinen Spaß. Es hat keinen erzählerischen Mehrwert.
Ich halte die FDP für auserzählt.
@kutter
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Seit ich politisch denken kann, schaue ich der FDP bei ihrem Untergang und der Wiederaufstehung zu. Immer wieder. Ad infinitum. Es ist ermüdend. Es macht keinen Spaß. Es hat keinen erzählerischen Mehrwert.
Ich halte die FDP für auserzählt.
Die Kommentare schreiben sich eigentlich von selbst.
Die machtgeilen Grünen sind dann schuld daran und überhaupt wäre es ja ohnehin eine grobe Missachtung des Wählerwillens, wenn nicht die beiden einzigen Parteien, die bei der Wahl Stimmen hinzugewonnen haben, koalieren würden, das wäre ganz schlecht für die Demokratie, ach was, undemokratisch.
Sollten die Grünen aus irgendwelchen schäbigen machttaktischen Gründen nicht auf den total uneigennützigen CDU-Vorschlag eingehen, die Amtszeit zu teilen, wird der Union ja leider gar nichts anderes übrig bleiben, als in Gespräche mit der AfD einzutreten, dafür können sie dann leider, leider nichts.
Knapp ein Zehntel SPD trennt Grüne und CDU in Baden-Württemberg.
Um es mal mit den Worten von Fatoni zu sagen: »Was bin ich für ein Trauerkloß / wo ist meine Power bloß?«
Man darf den Leuten auch nicht das Gefühl geben, dass man sie zu ernst nimmt, sonst tun sie’s am Ende noch selbst.
Jack: "You don't even like the ocean, do you?"
Kaylee: "I hate the ocean. It's for tools."
Jack: "The ocean's awesome and for winners."
Jack: "You're for tools."
Liebes Tagebuch, als wahrer Consul of Copy and Paste habe ich gerade eine Nachricht an 1.800 Empfänger*innen auf den Weg gebracht, an deren Ende ich frohe Feiertage und einen guten Start ins neue Jahr wünsche. Naja, ist ja bald Ostern.
Das »Schmutzkampagnen«-Geschimpfe aus der Union ist ein Beispiel dafür, dass die politische Kommunikation der Konservativen fast nur noch aus Gaslighting besteht. Es haben ja alle gesehen, was passiert ist. Jetzt sollen wir halt glauben, dass wir das nur nicht richtig verstanden haben, wir Dummies.
Ich war nicht vollständig überzeugt davon, aber es liest sich gut und flüssig weg, hat viele interessante Gedanken und passt thematisch exakt hierzu.
Kennst du den Roman »The Future« von Naomi Alderman?
Es wird schon alles gut gehen. 😅
Es ist schon spektakulär, wie es uns gelingt, einerseits diese vollkommen durchgedrehten Statements zu lesen, die Trump zum Krieg gegen den Iran raushaut, und gleichzeitig auszublenden, dass der Mann, der sich uns da offenbart, uneingeschränkten Zugriff auf das größte Atomwaffenarsenal der Welt hat.
Der braucht das.
Eine »Schmutzkampagne« gegen sich, bei der man 5,6 Prozentpunkte dazugewinnt?! Das hätte die SPD auch gern!
Außerdem haben wir einen früheren Praktikanten des Joe-Biden-Wahlkampfs für einen Workshop eingeladen, um über neue Kampagnentechniken zu diskutieren.
Aber Generalstreik nur nach Feierabend!
Wenn die CDU, die die Grünen seit Jahrzehnten verteufelt, den Grünen, deren Kernkompetenz seit Jahrzehnten darin besteht, Wahlkämpfe auf den letzten Metern durch Ungeschick zu verstolpern, nun wutschnaubend eine »Schmutzkampagne« unterstellt, könnte man das Kompliment ja auch einfach mal annehmen.
Nach einer intensiven Analyse des Wahlergebnisses von Baden-Württemberg wird man im SPD-Parteivorstand zu dem Ergebnis kommen, dass man den Menschen noch besser erklären müsse, wie dufte man eigentlich sei.
Bald werden wir das Argument hören, dass die beiden einzigen Parteien, die Zugewinne erzielen konnten, ja wohl miteinander Gespräche führen können müssen.
Grundsätzlich finde ich die Vorstellung, dass wir irgendwann mal wieder Leute wählen, die nicht schon ihr Leben lang wie Creeps oder Ärsche daherreden, gar nicht so furchteinflößend.
Es gibt einige Journalist*innen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk, deren Karrieren im Falle einer AfD-Regierung auf keinen Fall vorbei sind, und einige von ihnen konnte man heute sehen.
Liebes Tagebuch, langsam kann ich Finnlines als meinen dritten Wohnsitz angeben.
Wenn die CDU die Tatsache, dass ihr Spitzenkandidat wiederholt öffentlich aufgetreten ist und sich so präsentiert hat, wie er sich eben präsentiert hat, als »Schmutzkampagne« tituliert, geht sie vielleicht doch ein bisschen hart mit sich (und ihm) ins Gericht.
Vor lauter Ärger über eine "Schmutzkampagne" hat die Union ihre sozialpolitischen Forderungen zu Mehrarbeit, "Lifestyle"-Teilzeit und Einsparungen beim Zahnersatz offenbar vergessen. #LTWBW
Man darf von den Leuten nicht zu viel erwarten, das stärkt bekanntlich nur die AfD.
Nicht mehr lange, dann haben wir professionelle Politikjournalist*innen, die nicht wissen, wie man den Namen eines Ministerpräsidenten ausspricht. Oder es aus Prinzip falsch machen. Wäre mir vor Publikum ja etwas peinlich, aber nun gut.
Und für das bisschen Wahl-Shitposting braucht man's auch nicht.
Früher waren Wahltage für mich Festtage, der Fernseher lief durch, manchmal mehrere. Heute schalte ich den Fernseher bewusst nicht mehr ein. Prozente kann ich auch anderswo gucken und ich will einfach keine Nazis sehen.